Bericht und Foto von Josef Heisl, sl, Nr. 2464

Ulrichsbläser auch überregional musikalische Botschafter – Werner Knaus 45 Jahre dabei – Erfolge bei Wertungsspielen

Von Josef Heisl

Büchlberg „Die Gemeinde ist stolz auf ihre Ulrichsbläser“, stellte der 2. Bürgermeister Albert Petzi bei der Jahreshauptversammlung angesichts einer beeindruckenden Bilanz anerkennend fest. Die großartigen Leistungen des Vereins und seiner Musikerinnen und Musiker wurden anschließend durch die einzelnen Berichten eindrucksvoll verdeutlicht. Dabei zeigte sich, wie richtig die Aussage von Landrat Franz Meyer ist, der wiederholt die Ulrichsbläser als musikalisches Aushängeschild des Kulturlandkreises Passau bezeichnete.

Schon beim vorausgehenden Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Ulrich, den Kaplan Anton Haselberger zelebriert hatte, glänzte das Ensemble wieder mit einer großartigen musikalischen Leistung. Als dann nach einem Totengedenken die 1. Vorsitzende Marion Gastinger die Versammlung im Saal des Gasthofs Escherich eröffnete, konnte sie auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken, das, wie sie sagte, in Harmonie und mit gemeinsamen Entscheidungen gemeistert worden sei. Gastinger dankte allen, die sie unterstützt haben, besonders aber dem musikalischen Leiter Josef Maderer, den sie Herz, Motor und Kopf der Ulrichsbläser nannte. Er sorge für den Bläsernachwuchs, baue ihn auf und auch ins Ensemble ein, was den Verein optimistisch in die Zukunft schauen lasse.

Ausführlich ließ Schriftführerin Anna-Maria Bogner das Jahr Revue passieren.  Viele Termine seien bei kirchlichen und weltlichen Anlässen erledigt worden, man habe Gottesdienste umrahmt, aber auch bei Festen und Festzügen gespielt, wie in Passau beim Maidultumzug. Höhepunkte seien das Pfingstkonzert und das Herbstkonzert in der heimischen Mehrzweckhalle gewesen, aber auch die musikalische Begleitung der Kulturpreisverleihung des Landkreises an gleicher Stelle. Zu einem Erlebnis sei wieder der Tag der Blasmusik in Sonnen geworden. Von großem Engagement geprägt seien die Auftritte der talentierten Nachwuchsmusiker gewesen.

Bei der Konzertwertung des Musikbundes für Ober- und Niederbayern (MON), Bezirk Bayerwald, in Obernzell habe das Jugendorchester unter der Leitung von Florian Schröger und Peter Weigl in der Unterstufe mit ausgezeichnetem Erfolg und 91 Punkten abgeschnitten, das sinfonische Orchester unter der Stabführung von Josef Maderer erzielte  in der Oberstufe gar 93 Punkte und das Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg“.  Zu diesen Auftritten komme eine Vielzahl von Proben, was den ganzen Einsatz der Aktiven gefordert habe.

„Was wäre der Kopf, wenn sonst keiner was tut“, mit diesem Satz begann Josef Maderer seinen Dirigentenbericht. Er dankte allen Helfern und ganz besonders die Vorsitzende Marion Gastinger, die er als ruhenden Pol bezeichnete. Allein könnte er das alles nicht schaffen, so Maderer weiter. Ihm stehen die Dirigenten Martin und Philipp Maderer, Florian Schröger, Peter Weil und Thomas Windpassinger auf vorbildliche Weise zur Seite. Der musikalische Chef bat aber auch um Verständnis, wenn er einmal launisch geworden sei.

Für 2018 habe er schon wieder viele feste Termine, so das Jubiläum des Referats Kirchenmusik der Diözese Passau, bei dem am 14. April in der Pfarrkirche in Büchlberg und am 15. April im Hohen Dom zu Passau gespielt werde. Ein Höhepunkt sei wieder das Pfingstkonzert am Pfingstsonntag sowie der Tag der Blasmusik am 14. Juli in Bad Füssing. Ein großes Anliegen sei ihm die Bläserklasse, in der im vergangenen Jahr  13 Kinder gestartet seien, von denen zehn übrig blieben und jetzt bei den ULI-Kids spielen. Maderer rief alle auf, für den Nachwuchs kräftig die Werbetrommel zu rühren.

Der Kassenbericht von Annemarie Waldbauer, verlesen von Rene Bogner, zeigte gesunde Finanzen. Die Kassenprüfung von Anita Simmerl und Rene Bogner hatte keine Beanstandungen ergeben, weshalb die Vorstandschaft einstimmig entlastet wurde. Zu den Finanzen merkte die Vorsitzende an, dass man den Stand auf der Stoabruchweihnacht trotz der vielen Arbeit unbedingt beibehalten müsse.

Bürgermeister Albert Petzi zeigte seine Freude darüber, dass die Ulrichsbläser die neue Mehrzweckhalle so hochklassig mit musikalischem Leben erfüllen. Deshalb stelle die Gemeinde die Halle auch gerne gratis zur Verfügung, dafür habe man sie ja schließlich auch gebaut. Rainer Poxleitner attestierte als Vertreter des MON, Bezirk Bayerwald den Ulrichsbläsern eine akribische musikalische Arbeit. Dieser vorbildliche gesellschaftliche und kulturelle Einsatz sei eine riesige Leistung. Poxleitner verwies auf den 65. Geburtstag des MON und den 45. des Bezirks Bayerwald, die beide heuer mit einer Musikantenwallfahrt nach Altötting, bzw. einem Auftritt auf der Alten Dult in Passau gefeiert werden.

Zum Schluss erhielten mehrere Musikerinnen und Musiker Dankurkunden für langjähriges Spiel, sowie das Ensemble U4Brass für hervorragende Leistungen beim Verbandsentscheid. Hervorzuheben ist, dass Werner Knaus als musikalisches Urgestein der Ulrichsbläser bereits seit 45 Jahren aktiv mitmacht, was die Anwesenden mit einem riesen Beifall belohnten.

Ehrungen:

5 Jahre als Musikerin/Musiker Jakob Heckenlauer, Kilian Maderer, Franziska Peter, Johannes Petzi, Simon Reitberger, Annelie Weber, Eva Wegerbauer und Stefan Windpassinger,  10 Jahre Elisabeth Fuchs, Katrin Geiß und Peter Weigl,  15 Jahre Johannes Spindler,  20 Jahre Johann Regner und Johannes Schröger,  45 Jahre Werner Knaus.

Bild: 2. Vorstand Adalbert Neuhauser (li.), 1. Vorsitzende Marion Gastinger (4.v.li.),  Rainer Poxleitner (2.v.li.), Bürgermeister Albert Petzi (7.v.li.) und Josef Maderer (2.v.re.)gratulierten den Geehrten, davon ganz besonders Werner Knaus (5.v.li.), dem sie für 45 Jahre Treue zu den Ulrichsbläsern dankten. (Foto Heisl)